Deutsche verändern Passwörter nur selten
Ein Großteil der deutschen Internet-User halten ihren Passwörtern die Treue. Dies ergab eine kürzlich vom Hightechverband Bitkom veröffentlichte Umfrage. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte im Auftrag von Bitkom 1.003 zufällig ausgewählte Deutsche ab 14 Jahren zu ihren Gewohnheiten im Umgang mit Passwörtern.
Argloser Umgang mit Passwörtern
Circa 41 Prozent der Bundesbürger ändern ihre Zugangscodes für Online-Konten, E-Mail-Accounts, Auktionsplattformen überhaupt nicht. Lediglich jeder sechste Deutsche ändert sein Passwort mindestens einmal im Quartal. Acht Prozent der befragten Deutschen wechseln ihre Passwörter nur alle paar Jahre. Jeder neunte tauscht seine Zugangscodes immerhin einmal im Jahr aus.
Laut der Meinung von Experten sollten alle wichtigen Passwörter zumindest alle drei Monate geändert werden. Gerade in Zeiten zunehmender Online-Kriminalität zahlt sich die Treue zu Passwörtern nicht aus. Das regelmäßige Wechseln der Zugangscodes erschwert Verbrechern hingegen die Arbeit. Derartige Kriminelle versuchen an private Daten von Internet-Nutzern zu gelangen. Abgesehen haben sie es vor allem auf Benutzerkonten in Firmen, auf private E-Mail-Zugänge, auf Konten bei Web-Shops sowie auf Online-Banking-Accounts. Weitere Ziele von Datendieben sind zudem persönliche Profilinformationen in Sozialen Netzwerken wie Facebook, StudiVz oder Xing.
Hinweise zur Sicherheit
Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen sollten verstärkt auf die Sicherheit ihrer Daten achten. Beispielsweise sollten Betriebe ihre Mitarbeiter dazu anhalten, alle paar Wochen die Passwörter zu wechseln. Erhöht werden kann die Sicherheit der Kennwörter dabei, wenn das Passwort einen bestimmten Schwierigkeitsgrad hat. Sie sollten eine gewisse Mindestlänge überschreiten und sowohl Groß- und Kleinbuchstaben als auch Zahlen und Sonderzeichen enthalten. Bei Passwörtern wie „1234“ oder dem eigenen Vornamen braucht der Hacker jedoch kein Fernstudium – diese Zugangscodes sind sehr leicht zu knacken.