Geschichte des Konzerns SAP

Der Softwarehersteller SAP ist in der heutigen Zeit innerhalb von Europa zu einem der größten Unternehmen in diesem Bereich gewachsen. Weltweit ist SAP heute der viertgrößte Konzern, der Software entwickelt und produziert. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in der badischen Kleinstadt Walldorf (im Rhein-Neckar-Kreis).

Schwerpunkt der Arbeit von SAP ist die Entwicklung von Software, welche für sämtliche Geschäftsprozesse eines Unternehmens genutzt werden kann. Hierzu gehören vor allem die Bereiche Buchhaltung, Controlling, Einkauf, Verkauf, Produktion, Lagerhaltung und das Personalwesen. Mittlerweile besteht das Unternehmen SAP seit mehr als 37 Jahren. Gegenwärtig sind weltweit mehr als 47.000 Mitarbeiter bei SAP beschäftigt. Der Konzern betreibt Niederlassungen in mehr als 50 Ländern der Erde. Neben der Softwareentwicklung bietet das Unternehmen in der heutigen Zeit auch Maßnahmen zur Weiterbildung. Jedes Jahr besuchen allein in der Bundesrepublik tausende von Menschen eine SAP Schulung. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte der Softwarehersteller einen Umsatz von fast 10,7 Milliarden Euro. Doch wie begann diese Erfolgsgeschichte eigentlich?

Die Anfänge

Im Jahr 1972 wurde in Weinheim von fünf ehemaligen Mitarbeitern des Softwareriesen IBM die Firma Systemanalyse und Programmentwicklung gegründet. Hauptsächlich entwickelte die Firma Programme, welche Aufgaben wie Lohnabrechnung und Buchhaltung mittels eines Großrechners ermöglichten. So wurden hier die Daten nicht wie bei IBM üblich auf Lochkarten geschrieben, sondern per Bildschirm auf einem Computer gespeichert. Für diesen Vorgang wurde eine spazielle Software entwickelt, die auch als Realtime-Software bezeichnet wurde. Sie war als Standartsoftware konzipiert, weshalb sie im Laufe der Zeit auch von anderen Unternehmen verwendet werden konnte. SAP gilt aus diesem Grund als einer der Mitbegründer von Standartsoftware.

Im Jahr 1976 wurde die SAP GmbH gegründet und bereits ein Jahr später wurde die Büroräume von Weinheim nach Walldorf verlagert. Ab dem Jahr 1980 existierte in den Büroräumlichkeiten in Walldorf ebenfalls ein eigenes Rechenzentrum, in dem an der stetigen Weiterentwickelung der Software von SAP gearbeitet wurde. In dieser Zeit öffnete sich der Konzern zunehmend dem internationalen Markt. So war ab Mitte der 1980er Jahre die Software von SAP in vielen unterschiedlichen Sprachen erhältlich.

Der Aufstieg

Im August des Jahres 1988 wurde des Unternehmen umgewandelt in die SAP Aktiengesellschaft Systeme, Anwendungen und Produkte der Datenverarbeitung. Ab November des gleichen Jahres ging SAP an die Börse und ist seitdem unter anderem an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Darüber hinaus zählt die SAP AG zu den DAX-30-Unternehmen. Im Jahr 2010 hat der SAP Konzern mehr als 95.000 Kunden auf der ganzen Welt. Die Software des Unternehmens wird weltweit von fast 12 Millionen Anwendern genutzt und geschätzt. Im Softwarebereich hat SAP gegenwärtig einen weltweiten Marktanteil von 28 Prozent. In Deutschland beträgt der Marktanteil des Konzern sogar fast 60 Prozent.

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